Blick zurück und nach vorne

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Wie fällt  das Resümee der Schmid-Fehr AG für 2011 aus?

2011 war für die Schmid-Fehr AG ein sehr gutes Jahr. Wir sind vorsichtig gestartet, konnten aber sogar den Umsatz im Vergleich zum 2010 leicht erhöhen.
Unser Budget wurde dadurch deutlich übertroffen.
Mitte Jahr haben wir unsere neueste Heidelberger Speedmaster installiert. Es handelt sich hier um die neuste, vollautomatische Technologie, die zur Zeit erhältlich ist. Diese Druckmaschine konnten wir voll in unser Netzwerk integrieren. Von Beginn sind wir hier sehr gut gestartet und konnten die Maschine mehrheitlich 2-schichtig auslasten. Das hat uns massiv geholfen, das Auftragsvolumen termingerecht und in Topp-Qualität zu bewältigen.
Wir dürfen also mit dem 2011 dank unseren Kunden sehr zufrieden sein!

Wie sehr wirkt sich die Schulden- und Vertrauenskrise in der EU auf unsere Branche aus? (Lassen mehr Kunden im billigen Ausland drucken?)
Ab Mitte 2011 wurden wir zunehmend mit dem Eurokurs konfrontiert – insbesondere als er beinahe paritätisch zum Schweizerfranken war, wurde die Situation für uns schwierig. Vor allem grössere Unternehmen haben natürlich Vergleiche gemacht, da auch diese mit dem Euro-Kurs kämpfen.
Vergleiche mit dem nahen Ausland haben uns aber gezeigt, dass wir konkurrenzfähiger sind, als wir zuerst dachten. Bei einem Kurs von leicht unter dem heutigen Stand, haben wir absolut konkurrenzfähige Preise zum Ausland. Im Gegenteil: der Eurokurs hilft uns heute, günstiger zur produzieren indem sich die Preise für Materialien (z.Druckplatten) und Papier gerade wegen dem Eurokurs gesenkt haben – und dadurch können wir noch preisgünstiger auf dem Markt auftreten.
Schwierig ist leider oft, dass das nahe Ausland „grundsätzlich“ als günstiger angeschaut wird und die Preise gar nicht mehr verglichen werden – obwohl wir in der Schweiz oft konkurrenzfähig sind.  Da wirken sich leider die extremen Preisbeispiele von Markenprodukten aus dem Konsumbereich aus, die immer wieder herangezogen werden.
Direkt wirkt sich der EURO also weniger als erwartet aus – allerdings spüren wir die indirekten Folgen, d.h. die Folgen, unter denen unsere Kunden leiden (allg. Produktionskosten, Konsum im nahen Ausland usw.).

Welche Massnahmen musste die Schmid-Fehr AG setzen, um den wirtschaftlichen Turbulenzen erfolgreich begegnen zu können?
Wir haben sehr intensiv unsere Einkaufspreise hinterfragt und konnten diese deutlich optimieren. Ausserdem haben wir 2011 unsere Produktionsprozesse noch mehr automatisiert und vernetzt. Durch die Einführung von neuen Produkten und Dienstleistungen haben mitgeholfen, dass wir unseren Kunden ein noch breiteres Angebot bieten können. Immer mehr Kunden haben unseren „Full-Service“ vom Layout, Druck, Weiterverarbeitung bis zu Logistik und Versand in Anspruch genommen und so im Gesamtprozess auch Kosten eingespart.

Welche Sparten haben sich bei der Firma Schmid-Fehr AG besonders gut entwickelt; und was sind die Ursachen dafür?
Neben den „normalen“ Drucksachen haben wir im Bereich des Lettershops stark zugelegt. Mittlerweile versenden und verpacken wir mit unserer neuen Couvertiermaschine Auflagen ab 100 Ex. bis zu mehr als 100‘000 Ex. in der Schweiz aber auch in die ganze Welt. Dies ist offenbar ein grosses Bedürfnis, dass immer mehr unserer Kunden hilft.
Ausserdem sind wir im Bereich von Flyern und Prospekten stark gewachsen. Hier können wir mit unserem starken professionellen Digitaldruck und der neuarten Anicolor-Technologie im Offsetdruck stark punkten. Die Kunden haben zunehmend realisiert, dass es in der Nähe oft nicht teurer als in den bekannten Webshops. Dies ist mit ein Grund, warum wir anfang 2012 unseren neuen Webshop online stellen werden.
Neben diesen „normalen“ Drucksachen entwickeln und programmieren wir zunehmen für Kunden auch Anwendungen „rund ums Drucken“. So durften wir z.B. das gesamte OnlineAnmeldeportal der Fachhochschule St.Gallen für den WTT-Anlass programmieren und betreuen. Hier haben sich grosse Synergien zwischen Druck und Web gezeigt – und wir durften sie zusammen mit unserem  Kunden auch nutzen.

Mit welchen Hoffnungen und Erwartungen geht die Schmid-Fehr AG in das Jahr 2012; was zeichnet sich bezüglich Personalbestand ab?
Die Signale, die wir in den letzten Monaten von unseren grossen Kunden erhalten haben, sind leichter nicht nur positiv. Sofern sich die Lage, insbesondere der EURO-Kurs, nicht in naher Zukunft ändert, müssen wir davon ausgehen, dass Produktionen „zurückgefahren“ und auch Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Das wird natürlich auch für uns Folgen haben.
Wir werden selbstverständlich den Personalbestand versuchen zu halten, aber auch wir können die Zukunft nicht voraussehen.
Von unserer Seite her, werden wir alles unternehmen, um weiter Marktanteile zu gewinnen. Wir haben z.B. seit Kurzem ein völlig neuartiges Tool im Einsatz, das unseren Kunden völlig  und unerwartete neue Möglichkeiten und Einsparungen bietet. Ausserdem werden wir die Vernetzung mit unseren Kunden mit unserem neuen B2B-Shop inkl. Einbindung von web2print-Tools stark vorwärts bringen.

 

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